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Die Bundesversammlung

Das Schweizer Parlament, die Bundesversammlung, die oberste gesetzgebende Behörde (Legislative) der Eidgenossenschaft.

Sie besteht aus zwei gleichberechtigten Kammern, dem Nationalrat und dem Ständerat.

Beide  Kammern werden als Räte bezeichnet und bilden gemeinsam die sogenannte Bundesversammlung.

Sie übt unter Vorbehalt der Rechte von Volk und Ständen die oberste Gewalt im Bund (Eidgenossenschaft) aus.

Wie funktioniert es?

Nationalrat und Ständerat tagen getrennt.

Für Beschlüsse der Bundesversammlung ist eine Übereinstimmung beider Räte erforderlich.

Die beiden Kammern Nationalrat und Ständerat behandeln die Geschäfte (Bundesgesetze, Budgetbeschlüsse, Abschluß von Staatsverträgen usw.) in der Regel getrennt nacheinander, und ein Beschluß ist erst zustandegekommen, wenn beide Räte zugestimmt haben.

Der Ständerat als kleine Kammer stimmt oft genau gegenteilig wie die große Kammer des Nationalrats. Weil er geheim abstimmt wird er auch als Dunkelkammer bezeichnet.
Als Vereinigte Bundesversammlung tagen die beiden eidgenössischen Räte gemeinsam bei besonderen Anlässen, z.B. für Wahlen (Bundesrat, Bundesgericht, Bundeskanzler/Bundeskanzlerin) sowie für die Entgegennahme von Erklärungen des Bundesrates zu wichtigen Angelegenheiten.
Der Nationalrat und der Ständerat tagen nicht permanent, sondern treffen sich regelmäßig zu sogenannten Sessionen. So heißen die Zeiten, in welchen die beiden Räte der Bundesversammlung tagen.

Schweiz: Milizparlament

Die Bürgernähe der Schweiz zeigt sich auch darin, daß es verhältnißmäßig wenige Berufspolitiker gibt. Sondern die Menschen in Ständerat und Nationalrat (dem Parlament) gehen ordentlichen Berufen nach.

Die Abgeordneten beider Räte widmen dem Parlamentsmandat durchschnittlich etwa 60 Prozent ihrer Arbeitszeit. Dazu gehen sie in der Regel auch einem nichtparlamentarischen Beruf nach.

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March 02. 2017 10:27:19
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