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Landsgemeinde

Die Landsgemeinde ist in der Schweiz eine der ältesten und einfachsten Formen der direkten Demokratie.

Die wahl- und stimmberechtigten Bürger eines Kantons versammeln sich an einem bestimmten Tag unter freiem Himmel, um die legislativen Arbeiten zu erledigen.

Je nach Kanton unterscheiden sich diese; so wird in den Kantonen Appenzell-Innerrhoden und Glarus über die Gesetze und Ausgaben entschieden, während die Landsgemeinde im Kanton Appenzell-Innerrhoden zudem die Regierung wählt.

An der Landsgemeinde kann jeder zu einer Frage das Wort ergreifen. Beim Abstimmen, oder beim «Mehren» (gesetzliche Bezeichnung der Abstimmung) wird der Stimmrechtsausweis aufgehalten.Im Kanton Appenzell-Innerrhoden können die stimmberechtigten Männer auch durch das Erheben des Seitengewehrs oder eines meist ererbten Säbels abstimmen.

Kantonale Landsgemeinden gibt es heute noch in den Kantonen Appenzell-Innerrhoden und Glarus. Regionale Landsgemeinden werden in einigen Bezirken des Kantons Schwyz und kleineren Kreisen des Kantons Graubünden organisiert. Letztlich sind auch die in den kleineren und mittleren deutschschweizerischen Gemeinden üblichen Gemeindeversammlungen örtliche «Landsgemeinden».

Die Landsgemeinde ähnelt anderen frühdemokratischen Beschlussforen, wie dem Thing oder der athenischen Volksversammlung. Die schweizerischen Landsgemeinden haben ihren Ursprung allerdings in den mittelalterlichen Korporationen.

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March 02. 2017 10:27:19
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